Die Deutsche Telekom Stiftung unterstützt „Lernen vor Ort“, um ein kohärentes Bildungsmanagement zu entwickeln. Dr. Gerd Hanekamp, Projektleiter der Deutschen Telekom Stiftung, über die Junior-Ingenieur-Akademie, Begeisterung und Inhalte.
Foto: Dr. Gerd Hanekamp, Projektleiter Lernen vor Ort © Deutsche Telekom Stiftung
Herr Dr. Hanekamp, was bietet die Deutsche Telekom Stiftung Lernen vor Ort Kommunen?
Hanekamp: Wir machen Angebote, die sich in der Laufzeit von Lernen vor Ort fest etablieren lassen, so dass sie darüber hinaus verfügbar sind: umfassende MINT-Bildung in der Kita durch unser Projekt Natur-Wissen schaffen, für den naturwissenschaftlichen Unterricht in der Grundschule die Klassenkisten, als vertiefendes Wahlpflichtfach im Ingenieurbereich für die Mittelstufe die Junior-Ingenieur-Akademie und über alle Bildungsstufen hinweg die Weiterbildungsangebote für Mathematiklehrkräfte aus Mathematik anders machen.
Welche Angebote der Stiftung werden am häufigsten genutzt?
Hanekamp: Die Klassenkisten sind ganz eindeutig der Renner. Insgesamt werden wir mehr als 400 Grundschulen in 20 Kommunen ausstatten. Nicht nur mit dem Material, sondern auch mit Fortbildungen, die das ganze Kollegium einbezieht. Die Multiplikatoren, die diese Fortbildungen durchführen, sind von Frau Professorin Möller an der Universität Münster ausgebildet worden.
Welche Resonanz bekommen Sie von den Bürgern und Kommunen, die die Klassenkisten nutzen?
Hanekamp: Bislang haben wir Rückmeldungen von den Bildungsbüros, den Lehrerfortbildnern und den Lehrkräften. Ganz unbescheiden würde ich von Begeisterung sprechen, auch wenn es für die kommunalen Teams nicht immer einfach war, den Weg in den regulären Fortbildungsbetrieb zu finden.
Warum kann Lernen vor Ort ein innovatives Zukunftsmodell sein?
Hanekamp: Bildung findet vor Ort statt, unter ganz spezifischen Bedingungen. Die kann man nicht zentral berücksichtigen. Hinzu kommt, dass die Kommunen auch inhaltlich sehr viel zu bieten haben. Stellen Sie sich vor: Kitas, Schulen, die Jugendhilfe, die Vereine arbeiten Hand in Hand. Da gibt es viel mehr Lerngelegenheiten als man sich allein mit dem Blick auf die Schule vorstellen kann. Wenn man die nutzt, brächte das vor allem die benachteiligten Schülerinnen und Schüler einen großen Schritt voran.
Veröffentlicht am 01.06.2011, Deutsche Telekom Stiftung
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