„Bildung ist die wichtigste Ressource“

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Zur Premiere wurde auf dem „Magenta Sofa“ im Mai 2011 über Bildungschancen diskutiert, im Oktober war es wieder soweit. Das Vorstandsmitglied der Deutschen Telekom Stiftung, Dr. Klaus Kinkel, über die Veranstaltung.

Dr. Klaus Kinkel, Vorstandsmitglied der Deutschen Telekom Stiftung © Deutsche Telekom Stiftung

Herr Kinkel, Was ist das Ziel dieser Veranstaltung?
Klaus Kinkel: Wir wollen auf diesem Weg Bildungsthemen, die wir als Deutsche Telekom Stiftung bearbeiten, stärker als bisher auch in das Unternehmen hineintragen. Deshalb ist es besonders erfreulich, dass René Obermann bei der ersten Veranstaltung in Dortmund dabei war.
Bildung ist gerade für ein rohstoffarmes Land wie Deutschland die wichtigste Ressource. Wir können uns unterschiedliche Bildungschancen nicht leisten. Deshalb ist es gut, dass hier beim ‚Magenta Sofa’ Vertreter aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen zusammenkommen, um sich auszutauschen.
Wir müssen Kindern und Jugendlichen aus allen Bevölkerungsschichten die gleichen Bildungschancen ermöglichen. Denn nur mit einem gerechten Bildungssystem können wir den Fachkräftemangel beheben und in Forschung und Technologie führend bleiben.

Sie waren jahrzehntelang selbst in der Politik. Welche zentralen Maßnahmen muss die Politik jetzt ergreifen, damit Kinder und Jugendliche in Zukunft unabhängig von Herkunft oder Status gleiche Bildungschancen haben?
Klaus Kinkel: Die Politik setzt die Rahmenbedingungen und hat damit die Verantwortung für die gesellschaftliche Entwicklung – gerade auch im Bildungssektor. Aus dieser Verantwortung darf man die Politik nicht entlassen. Es muss finanziell weit mehr geschehen – in allen Bereichen - von der frühen Bildung bis hin zu den Universitäten - vor allem aber im Schulbereich.
Der Zugang zu Bildung darf weder von der Herkunft der jungen Menschen, noch vom Einkommen ihrer Eltern abhängen. Das bedeutet aber auch, dass sich Unternehmen genauso wie jeder einzelne Bürger für Chancengleichheit und gegen soziale Benachteiligungen einsetzen müssen. Der Reflex, die Politik allein verantwortlich zu machen, greift zu kurz. Unternehmen und Bildungsträger sind hier in der Pflicht.
Ganz konkret: Die Telekom hat mit vielen Initiativen, beispielsweise mit der Frauenquote im vergangenen Jahr, produktive Diskussionen und eine gute Entwicklung angestoßen, was ich sehr begrüße. Sie ist beispielgebend für ein großes DAX-Unternehmen.

Was kann die Telekom darüber hinaus in Bezug auf Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit leisten?
Klaus Kinkel: Die Telekom ist in der Förderung und Ausbildung junger Menschen sehr aktiv und vorbildlich. Mit mehr als 10.000 dualen Studenten und Auszubildenden ist der Konzern einer der größten Ausbildungsbetriebe des Landes. In den sogenannten MINT-Fächern, also der Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik, haben wir aber in Deutschland nach wie vor gehörigen Nachhol- und Förderbedarf. Diesen Bereichen nimmt sich besonders die Telekom Stiftung seit sieben Jahren an. Generell zeigt die Telekom mit vielen anderen Bildungskooperationen und -Netzwerken, dass sie sich ihrer sozialen Verantwortung bewusst ist und dort fördert, wo es am nötigsten ist und wo ein Unternehmen Einfluss auf die Schwächen in unserem Bildungssystem nehmen kann.



Das Motto der zweiten Talkrunde auf dem Magenta Sofa im Telekom Center München lautet „Bildung braucht jeder/Bildung braucht jeden“. Ziel dieser Veranstaltungsreihe ist es, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern das gesellschaftspolitische Engagement des Konzerns und dabei vor allem die Bildungsaktivitäten der Stiftung nahe zu bringen. Timotheus Höttges, Finanzvorstand Deutsche Telekom AG, diskutierte mit der Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler und Uli Hoeneß, Präsident FC Bayern München. Moderator war wie beim ersten Mal Armin Himmelrath.


Zwei Bildungskarrieren: Für den zweiten Bildungstalk auf dem Magenta Sofa in München stellen wir zwei erfolgreiche Bildungskarrieren von unserem Stipendiaten Thomas Wotschke und dem selbstständigen Unternehmensberater Jürgen Freisl vor, die unterschiedlicher nicht sein könnten.








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