Mobil recyceln und dabei Gutes tun

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70 Millionen ausrangierte Handys schlummern in den Schubladen ihrer Besitzer allein in Deutschland. Dabei kann das gute Stück viel dazu beitragen, die natürlichen Ressourcen zu schonen und: Wer sein Handy spendet, kann auch noch Gutes tun.

Screenshot: ©Deutsche Telekom AG

Kürzlich haben einige Medien über die drohende Knappheit von "Seltenen Erden" berichtet. Was nach extraterrestrischer Mission klingt, sind tatsächlich Rohstoffe, die zur Herstellung von Elektro-Produkten, wie Handy-Akkus, LCD- und Plasma-Bildschirme und Displays sowie u.a. für Energiesparlampen benötigt werden. Genauso auch weitere, wertvolle Metalle sind in Handys enthalten, die dem Rohstoffkreislauf wieder zugefügt werden sollen.

Wie die Seite Handys für die Umwelt berichtet, besteht ein Mobiltelefon zu rund 25 Prozent aus Metallen. Es enthält beispielsweise 250 mg Silber, 24 mg Gold, 9 mg Palladium, 9 Gramm Kupfer und 4 Gramm Kobalt - alle wertvollen und zum Teil seltenen Metalle. Insbesondere die Leiterplatte des Handys enthält Edelmetalle. Diese wird deshalb in einem weiteren Recyclingschritt behandelt – und zwar in einer modernen, entsprechend ausgestatteten Metallhütte (Schmelze).

Hier werden die seltenen, aber sehr wertvollen Metalle abgetrennt und zurückgewonnen. Damit stehen sie dem Rohstoffkreislauf wieder zur Verfügung. Pro Gerät sind dies zwar geringe Mengen – aber hochgerechnet auf alle jährlich gekauften Mobiltelefone kommt man schnell in den Tonnen-Bereich. In den weltweit jährlich über eine Milliarde verkauften Handys sind insgesamt 250 Tonnen Silber, 24 Tonnen Gold und 9 Tonnen Palladium enthalten.

Für den Start des Handy-Recyclings und weitere gute Taten müssen sich die Besitzer nur von ihren guten alten "Knochen" trennen. Von denen schlummern noch schätzungweise 70 Mio. in den Schubladen Handybesitzer, wie der Autor im Blog Wanderinggrocks.de schreibt: "Wow, das Nokia 6150. Damals zum Abi geschenkt bekommen! Ja, sieht eigentlich immer noch ganz gut aus. Kurz dreht man es zwischen den Fingern herum. Erinnert sich vielleicht noch kurz über der offenen Schublade, wie man es damals in der Stadt gekauft hat. Und dann? Gutes tun."  Hier weiterlesen...

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