Die Zukunftsbilder der digitalen Welt illustriert eine kürzlich veröffentlichte TNS Studie. Neue Technologien sind gewünscht, aber meist zu teuer, insbesondere den Deutschen. Ausnahme: Das digitale Schulbuch.
7.231 Menschen aus Deutschland, Schweden, USA, Brasilien, China und Südkorea wurden befragt. c DTAG
Studie. Nur rund fünf Prozent der Deutschen würden für einzigartige oder zeitsparende Technologien tiefer in die Tasche greifen, lautet das Ergebnis einer repräsentativen internationale Zukunftsstudie, die TNS Infratest für den Münchner Kreis und zahlreiche weitere Partner durchgeführt hat. In Kontrast zur Deutschen Bevölkerung sind u.a. über ein Viertel der der Chinesen sowie 15 Prozent der Brasilianer bereit, mehr für solche Hightech-Produkte auszugeben.
Interessant sind vor allem die Unterschiede in den verschiedenen Einsatzfeldern neuer Technologien: Besonders US-Amerikaner und Brasilianer befürchten, dass fortschrittliche Technologieprodukte im Gesundheitsbereich oder bei zukünftigen Mobilitätslösungen für sie zu teuer sind. Auf breite Zustimmung trifft länderübergreifend das digitale Schulbuch: In China sind stimmen 45 Prozent der Befragten zu, in Deutschland nur 28 Prozent.
Wie Nutzer die Zukunftstechnologien von morgen einschätzen, ist die zentrale Frage der Studie „Zukunftsbilder der digitalen Welt. Nutzerperspektiven im internationalen Vergleich“. Sie ist vom Münchner Kreis zusammen mit 15 Partnern aus unterschiedlichen Branchen im Sommer 2011 durchgeführt worden. Für typische Lebenssituationen wie beispielsweise „Wohnen und Energie“, „Lernen und Arbeiten“, aber auch „Mobilität und Konsum“ wurde erforscht, wie 16 exemplarische Zukunftstechnologien beim Nutzer ankommen.
Hierfür wurden 7.231 Menschen aus Deutschland, Schweden, USA, Brasilien, China und Südkorea, befragt.
Die Ergebnisse der Studie wurden vom 6. bis 10. März 2012 auf der CeBIT in Hannover vorgestellt. Ein „Zukunftsraum“ in Halle 26 am Stand G50 des Bundeswirtschaftsministeriums zeigte die Studienergebnisse anhand der exemplarischen Technologien und lud zum Ausprobieren ein.
Die gesamte Studie „Zukunftsbilder der digitalen Welt. Nutzerperspektiven im internationalen Vergleich.“ steht zum kostenfreien Download bereit. Sie wurde im Rahmen des Langzeitprojekts „Zukunftsstudie Münchner Kreis" gemeinsam von den Herausgebern Münchner Kreis, EICT, Siemens, Deutsche Telekom, TNS Infratest, ZDF sowie den Förderern, dem IT-Beauftragten der Bayerischen Staatsregierung, Bird&Bird, Daimler, Deutsche Bank, Google, Sony, Technische Universität München und VDE (ITG) sowie den Kreativpartnern mc-Quadrat und Deep Innovation durchgeführt. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie als offizielles Projekt des Nationalen IT-Gipfel-Prozesses unterstützt.
Methodensteckbrief Zukunftsstudie 2011
Grundgesamtheit: Personen in Privathaushalten in Deutschland, Schweden, USA, Brasilien, China und Südkorea im Alter zwischen 18 und 70 Jahren, die das Internet regelmäßig nutzen;
Auswahl: Onlinepanel; Daten gewichtet nach zentralen Merkmalen (Geschlecht, Alter und formale Bildung);
Erhebung: Durchführung als Onlinebefragung (computergestütztes Webinterview - CAWI), 17.08.2011 bis 08.09.2011; insgesamt wurden 7.231 Personen befragt.
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Download der Studie (PDF)
Studie: Hohe Akzeptanz für Neuerungen
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